Kraus + Kübrich GmbH, Blitzschutzbau in Langenau
Weißenhorn, Landkreis Neu-Ulm, Bayern

Blitzschutz in Weißenhorn: an historischer Substanz und am Neubau

In der Weißenhorner Altstadt steht Bausubstanz, die sich nicht ersetzen lässt. Ein Brand nach einem Einschlag ist dort kein Sachschaden wie anderswo. Gleichzeitig verträgt ein Baudenkmal keine Anlage von der Stange. Beides zusammenzubringen ist der eigentliche Auftrag.

Warum gerade denkmalgeschützte Gebäude Blitzschutz brauchen

Für ein gewöhnliches Wohnhaus verlangt die Bayerische Bauordnung keine Anlage. Der Denkmalschutz gehört zu den Merkmalen, bei denen die Abwägung anders ausfällt, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Technik zu tun hat: Was hier verloren geht, ist danach weg. Ein Dachstuhl aus dem 17. Jahrhundert lässt sich nachbauen, aber nicht wiederherstellen.

Dazu kommt die Bauart. Historische Dachstühle sind aus Holz, häufig trocken, oft ausgebaut und selten mit einer Brandmeldeanlage versehen. Ein Schwelbrand im First fällt erst auf, wenn er durch die Eindeckung kommt.

Eine Besonderheit für Bayern, die regelmäßig verwechselt wird: Weiche Bedachung, also Reet oder Stroh, zählt bauordnungsrechtlich hier ausdrücklich nicht zu den Merkmalen, aus denen sich eine Pflicht ergibt.

Die Empfehlung der Sachversicherer sieht das anders und schlägt dafür eine hohe Blitzschutzklasse vor. Das ist kein Widerspruch, es sind zwei verschiedene Rechtskreise: Bauordnung auf der einen Seite, Versicherungsvertrag auf der anderen.

Blitzschutz am Baudenkmal: die Abstimmung vor der Montage

Vor der ersten Bohrung steht das Gespräch mit der Denkmalbehörde. Sie entscheidet nicht, ob geschützt wird, sondern wie. In der Praxis geht es dabei um vier Punkte, und wer sie vorher klärt, spart sich Rückbau.

  • Leitungsführung. Entlang von Kanten, Gesimsen und Kehlen statt quer über die Ansichtsfläche. Fallrohre und Schattenfugen sind die besten Verbündeten.
  • Befestigung. In Fugen statt in Werkstein oder Sichtziegel, mit Haltern, die sich später ohne bleibenden Schaden entfernen lassen.
  • Material und Farbe. Kupfer patiniert grün, Edelstahl bleibt hell, verzinkter Stahl wird stumpf. Was zur Fassade passt, entscheidet die Behörde mit.
  • Erdung. Am Denkmal ist der Ring im Boden der heikelste Teil, weil dabei gegraben wird. Wo Bodendenkmale zu erwarten sind, gehört das früh auf den Tisch.
Monteur von Kraus + Kübrich begeht ein Dach und prüft die Führung der Fangleitung
Vor der Planung wird begangen. An historischen Gebäuden entscheidet sich vieles erst oben, nicht am Zeichentisch.

Blitzschutz für Türme, Kirchen und hohe Einzelbauten in Weißenhorn

Türme sind der klassische Fall für den äußeren Blitzschutz und zugleich der aufwendigste. Sie sind das höchste Objekt weit und breit, sie sind schwer zugänglich, und an ihnen hängt oft Technik, die bei einem Einschlag zuerst ausfällt: Läutanlagen, Uhrwerke, Funktechnik von Dritten.

Am Turm arbeiten wir, wo möglich, im Seilzugang, weil ein Gerüst an einem historischen Baukörper Aufwand, Kosten und Eingriff vervielfacht. Für die Anlage selbst gilt dasselbe wie unten: so wenig Substanzeingriff wie möglich, jede Befestigung dokumentiert.

Was Versicherer beim Blitzschutz historischer Gebäude empfehlen

Neben dem Baurecht gibt es eine zweite Ebene, die bei Denkmälern oft die entscheidende ist: die Empfehlung der Sachversicherer. Sie ordnet Objektarten einer Blitzschutzklasse und einem Prüfabstand zu. Kirchen, Museen und Schlösser stehen dort mit einer mittleren Klasse und einem Abstand von fünf Jahren.

Das ist keine Vorschrift, sondern eine Empfehlung, und sie kann im Einzelfall abweichen. Verbindlich wird sie erst, wenn sie im Versicherungsvertrag steht. Genau das ist bei historischen Gebäuden häufiger der Fall als bei gewöhnlichen, weil der Wert schwer zu ersetzen ist. Wer eine Anlage plant, sollte deshalb vorher in den Vertrag sehen, statt hinterher darüber zu diskutieren.

Für die Eigentümer in Weißenhorn heißt das zweierlei. Wenn der Vertrag etwas zum Blitzschutz sagt, ist das die Vorgabe. Sagt er nichts, ist die Empfehlung ein brauchbarer Maßstab, nach dem sich eine Anlage planen lässt, ohne zu über- oder unterdimensionieren.

Wo Denkmalschutz nicht das Thema ist: Gewerbe und Neubau in Weißenhorn

Weißenhorn ist nicht nur Altstadt. Rund um die Stadt liegen Gewerbeflächen mit Hallen, Verwaltungsbauten und Neubaugebieten, und dort ist die Aufgabe eine ganz andere.

  • Am BaudenkmalJede Befestigung wird abgestimmt, das Material folgt der Fassade, die Führung folgt der Ansicht. Aufwand liegt in der Planung.
  • An der GewerbehalleFangleitungen in der Fläche, Ableitungen im festen Abstand, Erdungsring im Boden. Aufwand liegt in der Ausführung.

Für beides sind wir zuständig, mit demselben Leistungsbild: äußerer und innerer Blitzschutz, Erdungsanlagen, Überspannungsschutz, wiederkehrende Prüfung, Reparatur und die Abstimmung vor einer Photovoltaikmontage. Ausführlich zur Erdung steht es auf der Seite Blitzschutz Giengen, zum Überspannungsschutz auf der Seite Blitzschutz Senden.

Von Langenau sind es nach Weißenhorn rund 30 Minuten. Baurechtlich gilt hier bayerisches Recht, die Einzelheiten dazu stehen auf der Seite Blitzschutz Neu-Ulm.

Fragen aus Weißenhorn

Häufige Fragen zum Blitzschutz in Weißenhorn

Darf man an einem denkmalgeschützten Haus überhaupt eine Blitzschutzanlage anbringen?

Ja, und in vielen Fällen ist sie gerade dort sinnvoll. Denkmalschutz ist kein Verbot, sondern eine Auflage zur Ausführung. Abgestimmt werden Leitungsführung, Befestigungsart und Material, damit das Erscheinungsbild so wenig wie möglich verändert wird.

Umgekehrt gilt: Der Denkmalschutz selbst ist einer der Gründe, aus denen auch ein Wohngebäude eine Anlage bekommen sollte. Was bei einem gewöhnlichen Haus nur Sachschaden wäre, ist hier ein unwiederbringlicher Verlust.

Wie sichtbar ist die Anlage am Ende?

Weniger, als die meisten befürchten. Die Leitungen sind wenige Millimeter stark und laufen entlang von Kanten, in Kehlen und hinter Fallrohren. Aus einigen Metern Entfernung fallen sie kaum auf, insbesondere wenn das Material zur Fassade passt.

Was auffällt, sind Fangstangen an Türmen und Kaminen. Die sind aber genau die Bauteile, die den Schutz ausmachen, und sie lassen sich in Länge und Standort so wählen, dass sie nicht in die Ansicht ragen.

Wir haben in Weißenhorn eine Gewerbehalle, kein Denkmal. Sind Sie dafür der richtige Betrieb?

Ja. Der Schwerpunkt dieser Seite liegt auf historischer Substanz, weil das in Weißenhorn die anspruchsvollere Aufgabe ist. Unser Alltag besteht überwiegend aus Hallen, Flachdächern und Industriebauten.

Für ein Gewerbeobjekt bekommen Sie dasselbe Leistungsbild: Planung, Montage, Erdung, Überspannungsschutz, Prüfung und Wartung.

Anfrage für ein Weißenhorner Gebäude

Denkmal, Altbau oder Halle. Wir melden uns werktags innerhalb eines Tages.

Kostenfrei und unverbindlich. Bei Denkmälern melden wir uns gerne vor dem Antrag bei der Behörde.