Kraus + Kübrich GmbH, Blitzschutzbau in Langenau
Giengen an der Brenz, Landkreis Heidenheim

Blitzschutz und Erdungsanlagen in Giengen an der Brenz

Wir bauen und prüfen Blitzschutzanlagen in Giengen, vom Wohnhaus bis zur Produktionshalle. Der Teil, der am Neubau am häufigsten schiefgeht, ist die Erdung. Deshalb steht sie auf dieser Seite im Mittelpunkt.

rund 20 Minuten über die A7 Gewerbegebiete Hallenbau im Brenztal DIN 18014 Ausgabe 2023-06
  • Erdungsanlage im Rohbau, vor dem Betonieren
  • Äußerer Blitzschutz auf Halle, Flach- und Steildach
  • Überspannungsschutz in der Verteilung
  • Wiederkehrende Prüfung mit Messprotokoll
  • Abstimmung, bevor Photovoltaik auf das Dach kommt

Wir sind ein reiner Blitzschutzbetrieb, seit 1967, mit eigenen Monteuren. Kein Elektrobetrieb, der es nebenbei mitnimmt.

Blitzschutz in Giengen anfragen

Neubau, Bestand oder Prüfung. Wir melden uns werktags innerhalb eines Tages.

Kostenfrei und unverbindlich. Bei Neubauten hilft uns der geplante Rohbautermin am meisten.

Warum die Erdungsanlage über den Blitzschutz des ganzen Gebäudes entscheidet

Die Fangeinrichtung auf dem Dach nimmt den Blitz auf, die Ableitungen führen ihn nach unten. Was danach passiert, hängt allein an der Erdungsanlage. Ist sie zu klein, schlecht angebunden oder gar nicht wirksam, staut sich die Energie im Gebäude, statt in den Boden abzufließen. Das ist der Grund, warum wir bei jedem Neubau zuerst nach der Gründung fragen und erst danach nach dem Dach.

Seit der Ausgabe 2023-06 heißt die maßgebliche Norm nicht mehr Fundamenterder, sondern Erdungsanlagen für Gebäude. Das ist keine Wortkosmetik. Sie zieht die Konsequenz daraus, dass moderne Gründungen elektrisch kaum noch etwas hergeben.

Was die Erdungsanlage im Giengener Hallenbau in der Praxis bedeutet

Wasserundurchlässiger Beton, Bitumenabdichtungen, Noppenbahnen und Perimeterdämmung sind heute Standard. Alle vier haben denselben Nebeneffekt: Sie isolieren die Gründung gegen das Erdreich. Deshalb ist bei fast jedem neu errichteten Fundament davon auszugehen, dass der Übergangswiderstand zu hoch ist und ein zusätzlicher Erder außerhalb des Betons erdfühlig verlegt werden muss.

Für ein Gewerbegebäude im Giengener Gewerbegebiet heißt das konkret: Es kommt ein Ring in den Boden, nicht nur eine Schleife in die Bodenplatte.

Wie der Ringerder ausgeführt wird

Lage
Geschlossener Ring um das Gebäude, frostfrei in 0,5 bis 1,0 Meter Tiefe, erdfühlig verlegt
Werkstoff
Nichtrostender Edelstahl V4A, Rundstahl 10 Millimeter oder Bandstahl mindestens 30 mal 3,5 Millimeter
Maschenweite
Höchstens 20 mal 20 Meter, mit äußerem Blitzschutz enger, bei Klasse I und II höchstens 10 mal 10 Meter
Anbindung
Mindestens alle 20 Meter Gebäudeumfang, bei vorhandenem Blitzschutzsystem an jeder Ableitung

Verzinkter Stahl hat im Erdreich nichts verloren, auch wenn er billiger ist. Er korrodiert, und der Schaden zeigt sich erst Jahre später bei einer Messung, wenn der Ring längst überbaut ist.

Wann die Erdungsanlage am Giengener Neubau gebaut wird

Der Zeitpunkt ist das eigentliche Thema. Erdung ist der erste Gewerkeschritt am Gebäude und der einzige, der sich später nicht ohne Bagger nachholen lässt.

  • PlanungGründung steht fest, Blitzschutzklasse wird festgelegt, daraus folgen Maschenweite und Anschlusspunkte
  • Vor dem BetonierenRing und Anschlussfahnen einbauen, Lage dokumentieren, Fotos für die Bauakte
  • RohbauAnschlussfahnen sichern und beschriften, damit sie nicht zugeschüttet oder abgeschnitten werden
  • AusbauPotentialausgleich anschließen, Ableitungen anbinden, Messung
  • AbnahmeProtokoll mit Messwerten, das später als Vergleichswert für jede Prüfung dient

Der häufigste Fehler auf Baustellen ist banal: Die Anschlussfahne wird eingebaut, danach verschwindet sie unter Erde oder Pflaster, und beim Ausbau findet sie niemand mehr. Ein Foto mit Maßangabe kostet zwei Minuten und spart einen halben Tag Suchen.

Monteure verlegen eine Fangleitung auf Betonstützen auf einem Kiesdach
Oben endet, was unten anfängt: Die Fangleitung auf dem Dach nützt nur so viel, wie die Erdungsanlage darunter hergibt.

Vom Erder in den Hausanschlussraum: der Potentialausgleich

Die Erdungsanlage endet nicht im Boden, sie beginnt dort. Ihr sichtbarer Teil ist die Potentialausgleichsschiene im Hausanschlussraum, und an ihr hängt alles, was leitfähig ist und ins Gebäude führt.

Das sind mehr Wege, als die meisten vermuten: die Wasserleitung, sofern sie metallen ist, eine Gasleitung, die Fernwärmeübergabe, Kabelschirme, Antennenanlage, Aufzugsführungsschienen, tragende Stahlteile, Lüftungskanäle. Was nicht angebunden ist, kann bei einem Einschlag eine andere Spannung führen als der Rest des Hauses, und ausgeglichen wird über den ersten Weg, der sich anbietet. Häufig ist das ein Gerät.

In der Praxis fällt dieser Teil auf Baustellen gerne zwischen die Gewerke. Der Rohbauer legt den Erder, der Elektriker setzt die Schiene, der Heizungsbauer bringt eine Leitung herein, die niemand mehr anschließt. Wir gehen den Raum deshalb am Ende ab und halten fest, was angebunden ist und was fehlt.

Bei unbewehrten Fundamenten, Faserbeton, Bewehrung aus Kunststofffasern sowie bei Ring-, Tiefen- und Strahlenerdern kommt zusätzlich eine eigenständige kombinierte Potentialausgleichsanlage im Gebäude dazu. Das betrifft in Giengen mehr Neubauten, als es klingt, weil moderne Gründungen genau in diese Aufzählung fallen.

Der Rest des Blitzschutzes für Giengener Gebäude

Erdung ist der Anfang, nicht die ganze Leistung. Diese Arbeiten führen wir in Giengen genauso aus, an Neubauten wie im Bestand:

  • Äußerer BlitzschutzFangeinrichtung und Ableitungen auf Halle, Flachdach und Steildach
  • Innerer BlitzschutzPotentialausgleich und Überspannungsableiter in der Verteilung
  • Prüfung und WartungWiederkehrend nach Klasse, dazu nach Umbau und Einschlag
  • PhotovoltaikTrennungsabstand, Anbindung des Gestells, Absicherung beider Seiten
  • ReparaturMängel aus einer Fremdprüfung beheben, auch an fremd errichteten Anlagen
  • SonderbautenAnlagen mit Explosions- oder erhöhter Brandgefahr

Baurechtlich gilt in Giengen die Landesbauordnung Baden-Württemberg. Ob ein Gebäude eine Anlage braucht, entscheidet sich nicht an der Höhe, sondern an Nutzung und Lage. Die Einzelheiten dazu haben wir auf der Seite Blitzschutz Ulm aufgeschrieben, sie gelten im ganzen Land.

Nach Giengen sind es von Langenau über die A7 rund 20 Minuten. Für die Nachbarorte im Brenztal gibt es eigene Seiten: Herbrechtingen und Heidenheim.

Fragen aus Giengen

Häufige Fragen zu Erdung und Blitzschutz in Giengen

Wann muss die Erdungsanlage auf der Baustelle fertig sein?

Bevor betoniert wird. Alles, was später im oder unter dem Beton liegen soll, muss vorher eingebaut und abgenommen sein. Wird der Termin verpasst, bleibt nur die aufwendigere Lösung im Erdreich rund um das Gebäude, mit Tiefbau.

Deshalb ist der beste Zeitpunkt für den Anruf nicht der Dachdeckertermin, sondern die Phase, in der die Gründung geplant wird.

Der Elektriker sagt, er macht die Erdung mit. Reicht das?

Das kommt darauf an, was gebaut wird und was er dafür einplant. Die Erdungsanlage ist der gemeinsame Fuß von Elektroinstallation und Blitzschutz. Wenn später ein äußerer Blitzschutz dazukommt, gelten engere Anforderungen an Material, Maschenweite und Anschlusspunkte als bei einer reinen Elektroerdung.

Wir stimmen uns mit dem Elektrobetrieb ab, statt zweimal dasselbe zu bauen. Wichtig ist nur, dass diese Abstimmung vor dem Betonieren stattfindet und nicht danach.

Wir haben ein Bestandsgebäude ohne brauchbare Erdung. Was jetzt?

Dann wird nachgerüstet, in aller Regel als Ring im Erdreich um das Gebäude. Das ist Tiefbau, aber es ist machbar und der übliche Weg im Bestand. Wie viel Aufwand darin steckt, hängt vor allem daran, wie das Gebäude umbaut ist, ob also gepflastert, angebaut oder bepflanzt ist.

Vorher messen wir, was vorhanden ist. Manchmal ist mehr nutzbar als gedacht.