Blitzschutz in Senden: vom Ableiter im Verteiler bis zur Anlage auf dem Dach
Senden wächst, und mit jedem Neubau kommt eine Frage mit, die häufig untergeht: Ist die Elektroinstallation gegen Überspannung geschützt? Wir bauen beides, den Schutz im Haus und die Anlage darüber.
Überspannungsschutz in Senden: die Pflicht, die kaum jemand kennt
Der äußere Blitzschutz ist sichtbar und wird deshalb diskutiert. Der Schutz im Verteiler ist unsichtbar und wird deshalb vergessen. Dabei ist die Lage hier deutlich klarer: Grundsätzlich ist in jeder elektrischen Anlage eines Gebäudes ein Überspannungsschutz am oder in der Nähe des Speisepunktes vorzusehen. Das gilt ausdrücklich auch für Wohngebäude.
Die beiden maßgeblichen Normen tragen das Ausgabedatum 2016-10, die Übergangsfrist ist am 14. Dezember 2018 abgelaufen. Seitdem ist der Schutz bei Neuanlagen und wesentlichen Änderungen der Regelfall, nicht die Kür. Wer in Senden zwischen 2019 und heute gebaut oder die Hauptverteilung erneuert hat, sollte einen Blick in den Zählerschrank werfen.
Der Satz, der eine ganze Ausnahme gestrichen hat
Bis dahin galt das Prinzip der systemeigenen Beherrschung von Überspannungen. Vereinfacht: Wo keine Freileitung hängt, sei kein Schutz nötig. Dieses Prinzip wurde ersatzlos gestrichen. Auch Gebäude, die vollständig über Erdkabel versorgt werden, brauchen Schutz, und das ist in den Sendener Neubaugebieten der Normalfall.
Welche Ableiter wo eingebaut werden
Die Bezeichnungen klingen technischer, als sie sind. Es geht um die Frage, wie viel Energie ein Bauteil aufnehmen kann und wo im Haus es sitzt.
- Typ 1Für den Blitzteilstrom. Gehört ins Hauptstromversorgungssystem, wenn dort mit Blitzstrom zu rechnen ist, etwa bei vorhandenem äußerem Blitzschutz
- Typ 2Der Mindeststandard am Einspeisepunkt. Fängt ab, was über das Netz hereinkommt
- Typ 3Feinschutz direkt vor empfindlichen Geräten, ergänzend, nie als Ersatz für die Stufen davor
Eine einzelne Steckdosenleiste mit Schutzfunktion ersetzt keine der beiden ersten Stufen. Sie schützt das Gerät, das dahinter hängt, und sonst nichts.
Braucht ein Wohnhaus in Senden eine Blitzschutzanlage auf dem Dach?
Für das gewöhnliche Einfamilienhaus lautet die Antwort in Bayern fast immer nein. Die Bayerische Bauordnung verlangt eine Anlage dort, wo ein Blitzschlag leicht eintreten oder zu schweren Folgen führen kann. Bei einem Haus in geschlossener Bebauung trifft beides regelmäßig nicht zu.
Anders liegt es bei diesen Fällen, und die kommen in Senden und den Ortsteilen durchaus vor: ein Haus in exponierter Allein- oder Höhenlage, ein Gebäude mit weicher Bedachung, ein denkmalgeschütztes Objekt, ein Gebäude über 30 Meter Höhe oder ein größeres Mehrfamilienhaus.
Der Unterschied zwischen Vorschrift und Vernunft
Keine Vorschrift zu haben heißt nicht, keinen Schutz zu brauchen. Ob sich eine Anlage lohnt, entscheidet, was im Haus steht und wie das Gebäude liegt. Bei einer Wärmepumpe, einer Photovoltaikanlage, einer Wallbox und einer Haussteuerung hängt heute mehr Elektronik an der Installation als vor zwanzig Jahren im ganzen Wohngebiet.
Wir sagen Ihnen am Telefon, in welche der beiden Gruppen Ihr Gebäude fällt. Das kostet nichts und dauert fünf Minuten.
Wallbox, Wärmepumpe, Speicher: warum Überspannungsschutz in Senden wichtiger wird
Ein Haus, das vor zwanzig Jahren gebaut wurde, hatte im Zählerschrank wenig zu verlieren. Heute hängen an derselben Installation eine Wärmepumpe mit eigener Steuerung, eine Wallbox mit Kommunikationsanbindung, häufig ein Batteriespeicher und eine Photovoltaikanlage samt Wechselrichter. Jedes dieser Geräte ist elektronisch, jedes ist teuer, und alle hängen an derselben Zuleitung.
Dazu kommt ein zweiter Punkt: Diese Geräte sind untereinander verbunden, über Steuerleitungen, Netzwerk oder Funk mit Netzteil. Eine Überspannung, die über die Stromleitung hereinkommt, findet dadurch mehr Wege als früher. Es reicht nicht, den Wechselrichter zu schützen, wenn die Wärmepumpe ungeschützt an derselben Verteilung sitzt.
Die vier Punkte, an denen wir im Wohnbau hinsehen
Erstens der Einspeisepunkt: Sitzt dort überhaupt ein Ableiter, und passt sein Typ zum Gebäude? Zweitens die Unterverteilungen, gerade wenn eine davon in einem Nebengebäude oder in der Garage sitzt. Drittens die Leitungen, die von außen ins Haus kommen, also auch Antennen- und Datenleitungen. Und viertens die Erdung, weil ohne sie kein Ableiter funktioniert, ganz gleich wie gut er ist.
Wer neu baut, hat es leichter: Im Rohbau kostet der Platz im Verteiler nichts, und die Erdungsanlage liegt ohnehin an. Nachrüsten geht auch, es ist nur unbequemer.
Was wir in Senden sonst noch am Blitzschutz machen
Der Überspannungsschutz steht auf dieser Seite vorne, weil er am häufigsten fehlt. Unser Leistungsbild ist deutlich breiter, und für ein Sendener Objekt bekommen Sie alles aus einer Hand.
Äußerer Blitzschutz auf Steildach, Flachdach und Halle, neu gebaut oder erweitert. Erdungsanlagen im Neubau und nachträglich im Bestand, ausführlich beschrieben auf der Seite Blitzschutz Giengen. Prüfung und Wartung bestehender Anlagen mit Messprotokoll, dazu mehr auf der Seite Blitzschutz Heidenheim. Photovoltaik, von der Abstimmung vor der Montage bis zur Absicherung beider Seiten, siehe Blitzschutz Illertissen. Reparaturen an fremd errichteten Anlagen und die Beseitigung von Mängeln aus einer Fremdprüfung.
Anfahrt nach Senden
Von Langenau sind es rund 30 Minuten an Ulm vorbei und die Iller hinauf. Damit liegt Senden im Bereich, in dem sich auch ein einzelner Termin rechnet, ohne dass eine Anfahrtspauschale die Rechnung bestimmt. Direkt nebenan liegen Neu-Ulm und Illertissen, beide mit eigener Seite.
Häufige Fragen zu Überspannungsschutz und Blitzschutz in Senden
Wir wohnen im Neubaugebiet, alles liegt im Erdkabel. Brauchen wir trotzdem Ableiter?
Ja. Genau diese Ausnahme gibt es nicht mehr. Früher galt die Vorstellung, ein Netz ohne Freileitung beherrsche Überspannungen selbst. Dieses Prinzip ist ersatzlos gestrichen worden.
Der Grund ist einleuchtend: Überspannung entsteht nicht nur durch einen direkten Einschlag, sondern auch durch Einkopplung in nahe Leitungen und durch Schalthandlungen im Netz. Beides erreicht ein Erdkabelnetz genauso.
Ab wie vielen Wohnungen braucht ein Mehrfamilienhaus einen Blitzableiter?
Eine feste Zahl steht in keiner Bauordnung. In der Praxis wird ab etwa zwanzig Wohnungen regelmäßig von schweren Folgen ausgegangen, weil dann viele Menschen betroffen wären. Dazu kommen die Fälle, die unabhängig von der Wohnungszahl gelten: exponierte Allein- oder Höhenlage, Gebäude über 30 Meter, weiche Bedachung, Denkmalschutz.
Bei einem Haus mit sechs oder acht Wohnungen ist der äußere Blitzschutz in aller Regel eine Entscheidung des Eigentümers, keine Vorschrift. Der Überspannungsschutz im Verteiler ist es nicht.
Machen Sie in Senden auch die Anlage auf dem Dach, nicht nur den Verteiler?
Ja, das ist unser Hauptgeschäft. Fangeinrichtung, Ableitungen, Erdungsanlage, Prüfung im Bestand, Anpassung nach Umbauten und die Abstimmung, wenn eine Photovoltaikanlage dazukommt.
Der Überspannungsschutz steht auf dieser Seite im Vordergrund, weil er in Senden am häufigsten fehlt. Er ist aber nur ein Teil dessen, was wir machen.
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